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Yagi-Antennen

Bild 1: Gruppe aus 8 Yagiantennen mit je 5 Elementen

Bild 1: Gruppe aus 8 Yagiantennen mit je 5 Elementen

Yagi-Antennen

Wenn das Radar im Frequenzband 2,4 bis 2,5 GHz (freies ISM- Band, überwiegend für WLAN verwendet) arbeiten soll, dann bieten sich Yagiantennen als Radarantenne an.

Wer sich an den Eigenbau heranwagt, ist meist auch in der Lage, deren Abmessungen selbst zu berechnen. Es gibt auch genug Programme im Internet, mit denen man die Abmessungen optimieren kann.

Eine weitere Möglichkeit ist, einfach fertige WLAN-Antennen aus dem Handel zu verwenden. Sie müssen auch nicht so aufwändig aufgebaut werden, wie im Bild 1 gezeigt wird. Es reicht für den Anfang, einfach eine Sendeantenne und eine Empfangsantenne zu betreiben. Das ist selbst dann möglich, wenn diese handelsüblichen WLAN-Antennen logarithmisch-periodische Antennen sind. Selbst zwei unterschiedliche Antennen für Senden und Empfangen sind möglich, wenn deren Frequenzbereich sich überlappt.

In dem gezeigten Beispiel sind alle Einzelstrahler mit einem 8-fach Leistungsteiler verbunden. Die Kabel müssen alle die gleiche Länge haben, damit die Antennen mit gleicher Phasenlage gespeist werden. Es ist auch möglich, nur zwei 4-fach Leistungsteiler zu verwenden, damit eine Hälfte als Sendeantenne, die andere als Empfangsantenne arbeitet.

In der Antenne im Bild 1 ist der Abstand zwischen den Einzelantennen noch veränderbar. Es hat sich aber im praktischen Test herausgestellt, dass ein fester Abstand von etwa 0,5λ ausreichend genau ist. Zwischen der unteren (2,4 GHz) und der oberen (2,5 GHz) Bandgrenze ist der Unterschied kleiner als 3 mm. Die Bandmitte als fester Wert eingestellt ist also ausreichend ungenau, weil der exakte Abstand ohnehin nicht so genau berechnet werden kann: Die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Leiterplattenmaterial (und somit auch die Wellenlänge) unterscheidet sich von der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum erheblich!


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